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Samstag, 23. September 2017

Willkommen zu Hause, Landshut!

Friedrichshafen (ww) Die Landshut ist gelandet! Heute morgen gegen 09:20 Uhr setzte der Flug VDA7158 in Friedrichshafen auf.
Die Flugroute auf flightradar24
Die AN-124 kurz nach der Landung (Foto: Dornier-Museum)
Der Rumpf der Landshut im Laderaum (Foto: Dorniermuseum)
Leider kann ich nicht selbst vor Ort sein, aber für andere, die mitfiebern, berichten die Kolleginnen und Kollegen vom SWR in einem live-Blog.
Erste Bilder hat auch das Dorniermuseum Friedrichshafen bereitgestellt.
Über den weiteren Fortgang des Projekts berichtet der S&T-Blog in unregelmäßigen Abständen.



Donnerstag, 21. September 2017

Dynamit Nobel Defence übergibt Wirkmittel 90 an die Bundeswehr

Burbach (ww) Dynamit Nobel Defence (DND) hat der Bundeswehr heute das Wirkmittel 90 offiziell übergeben. Mit dem Wirkmittel 90 (Firmenname RGW90 Long Range Multi Purpose) hat Dynamit Nobel Defence ein rund zehn Kilo leichtes Mehrzweckwaffensystem entwickelt, welches über einen programmierbaren und sehr effektiven Gefechtskopf gegen verschiedene Zielspektren für Kampfentfernungen bis 1.200 Meter verfügt.
Wirkmittel 90 (Foto: Dynamit Nobel Defence)
Der Schütze kann den Gefechtskopf des "Wirkmittels 90 - Patrone DM11 Spreng, MZ"  vor dem Abschuss über das Feuerleitvisier in drei verschiedenen Modi programmieren: Aufschlag mit oder ohne Verzögerung sowie Luftsprengpunkt. Damit eignet sich die nach dem „Davis-Kanonen-Prinzip“ mit Gegenmasse arbeitende Mehrzweck-Handwaffe zur Bekämpfung leicht gepanzerter Fahrzeuge, Feldstellungen und Ziele hinter Deckungen. Neben der DM11-Spreng/Mehrzweckmunition stehen auch Anti-Struktur-, Leucht-, Nebel- und Übungsmunition zur  Verfügung.
DND ist als Systemführer verantwortlich für Abschussrohr und Gefechtskopf, Heckler&Koch fertigt das Griffstück mit der Abfeuerungseinrichtung und Hensoldt das Feuerleitvisier „Dynahawk“. Die abnehmbare Visiereinrichtung zeigt dem Schützen unter anderem die Entfernung zum Ziel sowie andere relevante Daten im Sichtfeld an. Das Feuerleitvisier lässt sich auch in Verbindung mit Nachtsichtgeräten einsetzen. Von Rheinmetall wiederum stammen die Nebel-, Leucht- und Übungspatronen. Thales hat bereits im Januar 2016 einen mobilen Sagittarius-Evolution-Simulator für das Wirkmittel-90 an das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr übergeben.

www.dn-defence.com

Veranstaltungshinweis: Landung der legendären Landshut am 23. September 2017 in Friedrichshafen

Fortaleza/Brasilien, Friedrichshafen (ww) Am 23. September 2017 begrüßt das Dornier-Museum die legendäre Lufthansa-Maschine „Landshut“ in Friedrichshafen. Das Dornier Museum öffnet daher ab 8.00 Uhr seine Türen. Einen festen Eintrittspreis wird es an diesem Tag nicht geben. Unter dem Motto „zahle was du willst“ darf jeder Besucher selbst entscheiden, wieviel er bezahlt und damit das Landshut-Projekt unterstützt.

Wie die Museumsleitung mitteilt,  fliegt eine Antonow An 124 vom brasilianischen Fortaleza kommend und nach einem Zwischenstopp auf den Kapverdischen Inseln am Samstag gegen 9.00 Uhr den Rumpf der „Landshut“ (eine Boeing 737-200) auf dem Flughafen Friedrichshafen ein. Die beiden Tragflächen sowie weitere Teile der Landshut liefert dann gegen 13 Uhr ein weiteres Großflugzeug, eine Iljushin 76. Alle Landshut-Teile werden bis zum Beginn der Restaurierung am Friedrichshafener Flughafen neben dem Dornier Museum in einer Halle gelagert.
Die Besucher erwartet nach dem Landespektakel der Antonow An 124 bis in den Nachmittag hinein ein informatives Programm. Für eine umfassende Information ist gesorgt, eine Video-Übertragung wird die Öffnung der Antonow An 124 für alle erlebbar machen, in Kurztalks wird an die Ereignisse aus dem Jahr 1977 erinnert, Experten werden Details der Demontage und des Transports erläutern. Außerdem ist für musikalische Unterhaltung und eine gastronomische Versorgung der Besucher gesorgt. Die Parkmöglichkeiten am Museum sind begrenzt. Weitere Parkgelegenheiten gibt es auf dem Parkplatz P6 der ZF Friedrichshafen (Flugplatzstraße). Von dort fährt ein Shuttlebus. Es wird zudem empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Die „Landshut“ war im „Deutschen Herbst“ am 13. Oktober 1977 von palästinensischen Terroristen entführt und nach einem mehrtägigen Irrflug mit der Operation „Feuerzauber“ in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 1977 von der GSG 9 befreit worden.


www.dorniermuseum.de

Mittwoch, 20. September 2017

Modulares Sturmgewehrsystem RS556 - erste Eindrücke

Unterlüß (ww) Anfang der Woche hat Rheinmetall der Fachpresse in Unterlüß das System Infanterie vorgestellt.
Boxer mit LANCE-Turm, IdZ-ES, RS556 und UMF (Foto: JPW)
Neben dem Soldatensystem IdZ-ES und dem Führungssystem TacNet, dem Unbemannten Mehrzweckfahrzeug UMF und dem GTK Boxer mit dem Zwei-Mann LANCE-Turm gehört auch das modulare Sturmgewehrsystem RS556 dazu.
Schießen mit dem RS556 (Foto: JPW)
Erstmals bestand bei dem Event die Möglichkeit, die neue Waffe zu schießen.

Sonntag, 17. September 2017

DSEI 2017 - im britischen Beritt

London (ww) Die DSEI 2017 liegt nun wenige Tage hinter uns. Der S&T-Blog war natürlich auf Spähtrupp. In aller Kürze ein paar Hingucker.
Das Challenger Live Extension Project sowie das "Mechanised Infantry Vehicle" sind zwei Großvorhaben der British Army. Nicht zufällig fanden sich deshalb am Rheinmetall-Stand der Kampfpanzer-Technologiedemonstrator MBT ADT und ein Boxer in britischen Farben.
MBT ADT und Boxer im Union Jack (Foto: JPW)

Auch beim industriellen Partner KMW am KNDS-Stand war neben dem französischen VBCI der Boxer zu sehen - mit abgesetztem "PuBo"-Modul (Puma-Turm auf Boxer).
PuBo-Boxer am KNDS-Stand (Foto: JPW)
Lockheed Martin adressierte seine Bereitschaft, den Schützenpanzer Warrior zu modernisieren.

Freitag, 15. September 2017

Großauftrag von Liebherr: Rheinmetall liefert geschützte Kabinen für neue Kranfahrzeuggeneration der Bundeswehr

Ehingen/Düsseldorf (ww) Die Liebherr-Werk Ehingen GmbH, der Weltmarktführer bei Mobilkranen, hat Rheinmetall mit der Lieferung geschützter Fahrerhäuser und Krankabinen für die neue Kranfahrzeuggeneration der Bundeswehr beauftragt. So liefert Rheinmetall ab 2018 insgesamt 71 geschützte Fahrerhäuser und Kranbedienerkabinen für 38 neu entwickelte geschützte Mobilkrane G-LTM sowie 33 Exemplare des ebenfalls brandneuen geschützten Bergekranfahrzeugs G-BKF aus.
Die Fahrerkabinen bieten der Besatzung Schutz vor ballistischen, Minen- und IED-Bedrohungen und sind zudem mit einer ABC-Schutzbelüftungsanlage ausgestattet. Die Krankabinen bieten dem Kranbediener während der Kranarbeiten ballistischen Schutz. Beide Kabinen sind für G-LTM und G-BKF baugleich.
G-BKF der Bundeswehr (Foto: Liebherr/Rheinmetall)
Rheinmetall betont in seiner Pressemitteilung eine mehrfache Bedeutung des Auftrags. So handelt es sich um einen weiteren OEM Hersteller, der vom Geschäftsbereich Protection Systems mit integrierten Schutzlösungen beliefert wird. Das Vorhaben gilt darüber hinaus als Vorzeigeprojekt für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Industrie und Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Dank integrierter Nachweisführung ließ sich ein sehr kurzer Entwicklungszyklus realisieren: Im Jahr 2013 startete das Projekt, 2016 wurde der Demonstrator fertiggestellt und 2018 beginnt die Auslieferung der ersten Serienfahrzeuge. Der Auftragswert für Rheinmetall liegt im zweistelligen Millionenbereich, die Kabinen werden bis 2021 ausgeliefert werden.
www.rheinmetall.com
www.liebherr.de

Alles im Kasten - Beaverfit realisiert Center for Urban Tactics and Climbing der Royal Marine Commandos

London (ww) Beaverfit hat für die Reserve der Royal Marine Commandos in London eine neuartiges Ausbildungszentrum realisiert: Das Center for Urban Tactics and Climbing, kurz CUTAC.
Auf Einladung der Briten und ihres deutschen Vertriebspartners Tacwrk konnte ich mir im Vorfeld der diesjährigen DSEI diese vielseitige Einrichtung anschauen.
Das vier Stockwerke hohe CUTAC ermöglicht es, über 20 verschiedene Zugangs-, Kletter- und Abseiltechniken auszubilden und zu trainieren. (Foto: JPW)
Ausgangspunkt des CUTAC war die Überlegung des seinerzeitigen Commanding Officer der „Capital’s Royal Marines Reserve“, Ed Moorhouse, die Ausbildungsmöglichkeiten seines Verbandes für urbane Kletter- und Kampftechniken zu optimieren. Je nachdem, ob urbane, Gebirgs- oder sonstige Kletterausbildung zu erfolgen hatte, fielen Reisekosten zu diversen Standorten an. Zudem war das Personal nicht in der eigenen Kaserne verfügbar, um andere Aufgaben wahrnehmen zu können. Möglicher Lösungsansatz: Schaffung eines entsprechenden Ausbildungszentrums in den Royal Marines Barracks Wandsworth – und zwar auf Containerbasis.